Bulgarien

 

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Eine grosse Metallbrücke führte uns über die Donau nach Bulgarien in die Stadt Ruse, die frühere Hauptstadt. Kurzentschlossen entschieden wir einen Tag in dieser interessanten Stadt zu verbringen.  Die Architektur weist den Charakter vieler moderner Baustile Europas: Barock, Renaissance, Empire, Art nouveau.
Witzig ist hier die nonverbale Kommunikation. Wenn z.B. die Bulgaren den Kopf heftig von links nach rechts schütteln bedeutet dies: ja! Ablehnung hingegen signalisiert man mit dem Kopf von unten nach oben, nicken heisst also: nein! Im Restaurant erklärte uns eine Angestellte den Weg und als sie zustimmend heftig den Kopf von links nach rechts schüttelte, mussten wir einfach lachen. Wir erklärten ihr auch warum.

Die Fahrt entlang der bulgarischen Schwarzmeer-Küste war wunderschön. Wir verbrachten einen Tag in Sozopol, ein zauberhaftes Fischerdorf, das trotz Tourismus seine ursprüngliche Ruhe bewahrt hat. Es befindet sich auf einer Halbinsel und beherbergt verschiedene attraktive Häuser aus dem 18. Jh. Der Küste entlang befinden sich die Strassen in sensationelem Zustand. Als jedoch die Hauptstrasse ins Landesinnere Richtung Istanbul, d.h. türkische Grenze, führte, trauten wir unseren Augen kaum: eine verlöcherte Asphaltstrasse vom Feinsten! Da es hierhin normalerweise keine Touris verschlägt, gibt man auch kein Geld aus, um die Strasse etwas zu unterhalten! Das Militär ist dafür überall präsent und die Grenzpolizei stopte uns bereits 50 km vor der türkischen Grenze und verlangte unsere Pässe.

In Malko Tarnovo, der bulgarischen Grenzstadt, gab es sogar eine Unterkunft, d.h. eine alte Militärkaserne mit Betten aus Stahlrahmen. Das war schon ok für uns und wir waren in dieser Kälte un! d Nässe froh, überhaupt einen warmen ‚Schlag’ gefunden zu haben. Na ja, das Duschen im beschimmelten WC brachten wir so schnell wie möglich hinter uns, natürlich nur mit Flip Flop an den Füssen. Abgesehen von diesem kleinen Intermezzo hat uns Bulgarien sehr gut gefallen. Die Landschaft ist wirklich sehr schön und die Leute sind sehr gastfreundlich. Die vielen verschiedenen Salate sind einfach köstlich und auch das Fleisch (grilliert!, gebraten ist es extrem fettig) schmeckt sehr gut. Dazu kommt, dass alles sehr preiswert ist.

Unsere Reise nach Sumen war eine richtige Berg- und Talfahrt: geradeaus gab es nicht. Mit genialem Rückenwind waren wir nach 141 km in Kürze am Schwarzen Meer in Nesebär. Von Weitem schon sahen wir die riesigen Hotelkomplexe und nach einer langen Fahrt schienen wir dieser Skyline einfach nicht näher zu kommen. Gespenstig ruhig war es in diesem Touristenort, wo sich in dieser Jahreszeit kein Tourist aufhält.
Die Altstadt von Nesebär ist auf einer Halbinsel gelegen und ist bilderbuchartig.
Morgen fahren wir weiter Richtung türkische Grenze.


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