Uzbekistan

 

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Der uzbekische Zollbeamte interessierte sich sehr für den Inhalt unserer Gepäcktaschen und da wir die einzigen Passanten waren, untersuchte er alles peinlich genau. Seelenruhig entnahm er jede Packung der Reiseapotheke und verlangte Informationen. Auch die Fotos von Familie und Freunden schaute er sich gemütlich an. Nur bei den Tampons und Binden beeilte er sich, ein geeigneter Platz um etwas zu schmuggeln ;-) Danach mussten wir das Gepäck zur Kontrolle aufs Band legen. Er stellte jedoch die Maschine zu früh ab und ein vermisstes Gepäckstück befand sich noch auf dem Rollband unter der Abdeckung...no problem... Auf der alten Seidenstrasse pedalten wir nach Bukhara, wo wir am Morgen pünktlich zu Çay und Suppe ankamen. Im historischen Zentrum befindet sich ein Pool, welcher umgeben ist von alten Maulbeer-Bäumen und traditionellen Restaurants. Wir staunten über die vielen Rucksack-Reisenden, die man hier trifft, vor allem Franzosen und Schweizer. Die Stadt ist zwar interessant mit den vielen alten Gebäuden, jedoch boomt hier der Tourismus und überall gibt es Souvenir-Läden, sogar in den Moscheen und Medressen (ehemalige Schulen).

Viele Männer tragen die schwarzen uzbekischen Hüte, welche mit vier weissen "Herzen" bestickt sind. Samarkand gehört mit seinen riesigen Moscheen und Medressen zu den Juwelen Zentralasiens. Die Kuppeln, Innenhöfe und Fronten sind verziert mit überwiegend blauen Mosaiken. Im Mittelalter herrschte in dieser Stadt reges Treiben und es war der Knotenpunkt zwischen Persien, China und Indien. Leider ist von dieser Lebhaftigkeit nicht viel übrig geblieben. Danach radelten wir nach Tashkent, der Hauptstadt Uzbekistans. Momentan fahren wir wegen der Hitze um 2.30 Uhr in der Früh los, damit wir bis um 11 Uhr das Tagesziel erreicht haben. Wir versuchen meistens nachmittags etwas zu schlafen, jedoch wälzen wir uns schweissgebadet von einer Seite zur anderen...also setzen wir uns lieber zu den Einheimischen und dopen uns mit Schwarztee.

Die uzbekische Hauptstadt Tashkent ist mit ihren breiten Boulvards und riesigen Parks ganz nett. Jedoch gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten, weshalb wir nach Erhalt des chinesischen Visas sofort weiterfahren wollten. Morgens am Abholtag hatte Nathalie den "tout-de-suite" und wir beschlossen einen Ruhetag einzulegen. Die Mama vom Guesthouse verabreichte ihr Wodka mit Salz, und tatsächlich, das uzbekische Hausmittel wirkte! Wieder ziemlich fit radelten wir Richtung kazakhische Grenze. Wie die Einreise war auch die Ausreise sehr mühsam.

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