Kazakhstan

 

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In Kazakhstan bestaunten wir die unendlich scheinenden Weiden und Getreidefelder. Endlich waren wieder Hügel und kleine Berge in Sicht. Abends durften wir das Zelt im Rasen bei einer Familie aufstellen. Die erste Frage der Babuschka (Grossmutter) war, ob wir Tenge (einheimische Währung) dabei haben. Zum ersten Mal während unserer Reise fragte jemand nach Geld zum Campieren. Wir beantworteten ihre Frage nicht und offerierten der ganzen Familie Kaffee, Mineralwasser und von unserem Nachtessen. Besonders die gut betuchte Grossmutter packte kräftig zu und auch der Bonbon-Sack wurde sichtlich kleiner. Die Familie war so scharf auf unser Geld und sie fragten, ob wir ihnen für die Übernachtung etwas zahlen. Wir beschlossen ihnen etwas zu geben. Die Tochter hatte keine Ahnung vom Geld und sie freute sich mehr über die zwei 1 Dollar-Scheine als über eine 5 Dollar-Note. Sie gab uns dafür sogar einen Gute-Nacht Kuss... Irgendwie waren wir fast schockiert über die Selbstverständlichkeit wie sie uns alles "abknüpfen" wollten.

In den zuvor bereisten Ländern hätten einem die Leute alles gegeben, und wir mussten sie dazu zwingen, ein Geschenk von uns anzunehmen. Wir persönlich empfanden die Leute in Kazakhstan als ziemlich unzufrieden und nicht besonders hilfsbereit. Jedoch befanden wir uns auch nur einige Tage in diesem Land. In Shymkent wechselten wir zu wenig Geld. Im Restaurant erhielten wir kein Nachtessen, da wir nicht mit Dollar bezahlen konnten. Wir hätten sogar einen schlechten Wechselkurs akzeptiert...jedenfalls reichte es gerade noch für je ein Bier... Etwas ausserhalb von Shymkent brannte eine riesige Müllhalde, wo einfach alles angezündet wird. Meilenweit waren die grässlichen Rauchschwaden zu sehen und wir versuchten, bei der Durchfahrt den Atem anzuhalten. Eine von vielen Umweltproblemen: Schrumpfen des Aral-Sees, ehemalige Nuklear-Tests der Sowjetunion, Öl- und Gasschöpfung des Kaspischen Meers...

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